Kundenstoffe & Eigene Stoffe

Wir können Ihren zugesandten Stoff bedrucken, doch gibt es einige Anforderungen, die Sie berücksichtigen müssen:

Verfahren

  • Der Stoff darf nicht breiter als 160 cm sein. Das ist die Höchstbreite, die unsere Druckmaschinen verarbeiten können.
  • Der Stoff muss PFP (prepared for printing) sein. Das heißt, dass der Stoff nach dem Stricken oder Weben gewaschen wurde, jedoch nicht mit Chemikalien, die den Stoff weicher oder wassabweisend machen. Diese Behandlungen erschweren das Eindringen der Farbe in die Faser. Das Druckergebnis ist oft sehr schlecht, wenn der Stoff nicht PFP ist.
  • Der Stoff darf keine Mischung verschiedener Fasern sein, z.B. 60 % Baumwolle und 40 % Polyester. Für Baumwolle verwenden wir eine andere Tinte als für den Druck auf Polyester. Im genannten Beispiel können wir nur die 60 % Baumwolle färben. Die Polyesterfasern nehmen keine Tinte auf. Dadurch wird das Ergebnis unbefriedigend. Es hängt davon ab, wo die entsprechende Faser im Stoff verarbeitet wird. Ist die Vordeseite aus Baumwolle und die Rückseite Polyester, ist ein Bedrucken möglich. Wenn ein gemischter Faden beim Weben verwendet wird, ist es leider nicht möglich, einen (schönen) Druck zu erzielen.
  • Für Seide, Baumwolle,  Rayon (Viskose, und Leinen verwenden wir reaktive Tinte. (Mischungen dieser Fasern sind in Ordnung).
  • Für Polyamid verwenden wir saure (acid) Tinte.
  • Für Polyester verwenden wir Dispersionstinte.
  • Elasthan in Textil ist meist auf der Rückseite des Stoffs verabeitet. Dadurch eignen sich Mischungen Elasthan oft gut für den Druck.
  • Wolle ist wiederum eine andere Faser. Sie ist an sich schon wasserabweisend. Dies erschwert das Eindringen der Tinte in die Faser. Der Stoff muss chloriert werden. Selbst dann ist es schwierig, für jede Partie, die wir erhalten, dasselbe Ergebnis zu erzielen. Duruch das Digitaldruckverfahren wird Wolle auch etwas gelb. 
  • Wir benötigen weißen Stoff, weil unsere Tinten transparent sind. Wenn Sie einen Stoff mit gelber Grundfarbe schicken und wir ihn mit blauer Farben bedrucken, kommt Grün heraus. 
  1. Wir beginnen mit einer Probe 50 cm. Mit diesem Test können wir sehen, ob sich ein Stoff für den Digitaldruck eignet. Auf dieses Stück drucken wir ein Testbild von Print Unlimited. Das ist für uns die beste Art und Weise, den Stoff zu beurteilen. Wir verarbeiten diesen Stoff mit unseren Labormaschinen. Dadurch erhalten wir ein Bild, ob und wie der Stoff die Tinten aufnimmt. Dies ist ein erster Eindruck, wie der Stoff reagiert.
  2. Danach benötigen wir 200 Meter, um den Stoff vorzubehandeln. Dies erledigen unsere Produktionsmaschinen. Um diese gut einstellen zu können, benötigen wir mindestens die genannten 200 Meter.
  3. Anschließend müssen wir noch weiter feststellen, wie der Stoff reagiert. Wie durchläuft der Stoff unser Produktionsverfahren auf korrekte Weise? Dazu müssen wir mehr Probedrucke erstellen. Jedes Mal, wenn wir den Stoff in die Maschinen einspannen, gehen 2 Meter verloren. Dazu kommt noch, dass Ausschuss entstehen kann. Weil Stoff eingeht, wir den Stoff testen müssen und wir Stoff benötigen, um auf die Maschine zu rollen, können wir nie 200 Meter liefern, wenn uns ein Kunde 200 Meter anliefert. Das alles heißt, dass Sie eine größere Menge anliefern müssen, als Sie gedruckt wünschen. Für die Produktion benötigen wir oft 1,2 Mal die Anzahl Meter für das definitive Produkt. Bei den ersten Metern kann sich der Verbrauch bis 1,4 Mal diese Menge steigern. Erst nach der Bearbeitung von drei Partien des gleichen Stoffs können wir sagen, wir wüssten, wie der Stoff durch unser Produktionsverfahren laufen muss.